Copenhagen – the best city in the world?

Letztes Jahr Anfang August machte ich mit Frau M. eine Tour in den Norden. Die Reise sollte nach Kopenhagen/Dänemark gehen um einen Freund zu besuchen. Hätte ich geahnt, was es mit mir anstellt, wäre ich nie gefahren.
// Last year in early August, Mrs. M. and me took a tour to visit a dear friend in the north. The destination was Copenhagen/Denmark and had I known then, what it would do to me, I would have stayed home.

 

 

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Ich rede natürlich nicht von etwas Schlimmem, sondern einfach nur von schierer Begeisterung. Kopenhagen hat meine Sicht auf Städte und deren Menschen auf den Kopf gestellt. Gerade wenn man das mit einer (das werden viele nicht hören wollen) Spießer-Stadt wie München vergleicht, ist es unglaublich, wie frei und beweglich dort alle Menschen sind. Dementsprechend hat es aber auch meine Einstellung zu anderen Städten, in denen ich gelebt habe in Perspektive gerückt (siehe München). Wien bleibt eine lebenswerte Stadt, in der ich ja selbst 8 Jahre gewohnt habe und gerne zurückkehren werde, wenn es soweit ist. Salzburg ist ein nettes, kleines und verschlafenes Städtchen mit einem Charme, der dank der alpinen Lage mitunter (gottseidank) übersehen wird. Für Touristen ist Salzburg sicher ein Traum, aber wer hier wohnt hat mit ganz anderen Realitäten zu kämpfen. Unbezahlbare Mietpreise, Hundefeindlichkeit so weit das Auge reicht (auch das werden vermutlich einige dementieren) und mehr als ein Postkartenmotiv hat’s auch nicht zu bieten. Wer allerdings Natur und Berge mag, kommt mit Salzburg sehr gut zurecht, da es durch die unglaubliche Nähe zur Natur genug Gelegenheiten gibt der Postkartenidylle zu entkommen und wunderschöne Orte zu entdecken. Somit fällt sie den Einheimischen auch gar nicht mehr auf oder wird gerne akzeptiert. Die Menschen hier sind herzlich und lebendig, aber Party’s sind trotzdem nur lauwarm. Da kann sogar München besser mithalten. (Liebe Münchner, nicht falsch verstehen aber der Ruf der Bussi-Bussi Gesellschaft kommt nicht von irgendwo.) Wien muss sich in Sachen Party überhaupt nicht verstecken, Wien hat einfach allgemein sehr viel zu bieten; wer sich für kulturelle Weite interessiert, wird dort auf jeden Fall fündig.
Aber Kopenhagen ist anders. Manche werden jetzt den Zeigefinger schwingen und auf die statistische Richtigkeit bestehen, denn ich habe ja noch nicht alle Städte dieser Welt gesehen, um Kopenhagen mit ihnen zu vergleichen. Liebe Kritiker, ihr dürft euch wieder setzen, ihr habt eure Hausaufgaben wundervoll gemacht. Um eine gefühlte Empfindung mit einer anderen zu vergleichen braucht es aber keine statistische Erhebung, sondern emotionale Tiefe. Auch wollen wir erwähnt lassen, dass Meinungen verschieden sind und ich nur zu Besuch war und keinesfalls ein vollständiges Bild der Stadt habe. Aber ich schreibe ja auch keinen Statistikbericht, sondern einen Blogeintrag über eine Stadt, die mich im Sturm mitgenommen hat. Gleichermaßen soll es euch auf die folgenden Postings vorbereiten und jeden ermuntern diese, oder jede andere Stadt, die ihr besucht, zu erleben. Wer sich nur bei Sightseeing auspowert hat vielleicht das Beste verpasst.
Ich empfand Kopenhagen einfach als freier. Christiania wird da wohl seinen Beitrag dazu leisten, trotzdem war die Stimmung durch die Bank ungezwungener und alternativ. Äußerlich sehr schöne Menschen mit Affinität für Mode und gute, elektronische Musik. Dreads werden gemocht, bunte Haare nicht (zu infantil anscheinend). Sowas muss man erst mal wissen! Are you trying to prove something, or..? wurde ich da gefragt.
Sobald mal Wasser über die Theke läuft werden die Dänen auch aufgeschlossener und offen, fast jeder spricht besser Englisch als Du und Ich und Fahrräder sind so normal wie hierzulande Autos. Dazu gibt’s extra Lastenwägen, z.B. die legendären Christiania Bikes, in denen man Hund, Kind oder Kegel problemlos in der fahrradfreundlichen Stadt herumkarren kann. Lachende Menschen, schreiende Gruppen und kotzende Männer gehören genauso zum Stadtbild wie verkleidete Frauen, laute Musik auf offener Straße und Heineken (blergh, wo ist das Jacobsen!?).
Im Netz gibt es glücklicherweise viele Infos über Städte wie Kopenhagen. Wenn sich jemand im Vorhinein bei Reisen (gerade in skandinavische Städten) informieren will, was ich unbedingt empfehle, sollte auf jeden Fall bei VICE reinschaun. Ebenso solltet ihr vor der Reise zumindest einen Ort zum Essen und zum Trinken ausfindig machen, wenn ihr nicht arm aber glücklich heimkommen wollt. Über Tripadvisor habe ich vom RizRaz erfahren, das erste Veggie-Restaurant in dem ich je war. Für dänische Preise unschlagbar günstig, ein überschwängliches Veggie-Buffet und tolles Ambiente. In einem Artikel über Kopenhagen wurde für’s Ausgehen das FLOSS empfohlen, eine alternative Bar mit wunderbar abgeranztem Charakter. Irgendwo schnappte ich dann auch noch auf, dass in der Zeit noch Musikdagen stattfinden sollte, ein 1-Tages-Festival am Rand von Kopenhagen. Von den Straßenmusikern und kostenlosen Stadtkonzerten, offenen Partys und lauter Barmusik rede ich schon gar nicht mehr (so toll!).

Auch wenn mein Besuch der Stadt eine Light-Version von den Berichten bei VICE war, ging ich trotzdem mit dem Gefühl nach Hause, dass Kopenhagen alles möglich macht. Immerhin, im Jahr 2014 kam die Sonne kaum durch die Wolkendecke Salzburgs durch und so kam ich im August mit der ersten roten Haut des Jahres an. Von skandinavischer Sonne gebrannt.

Für die, die Geschichten lieber durch Bilder erleben, bleibt dabei, denn davon gibt’s die nächsten Tage genug!

 

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A bar in Copenhagen

I’m not talking about something drastic here, just about sheer excitement. Copenhagen changed my view, I see Europe different now, it also changed my view on how people act in their own city. If you compare it to lame cities like Munich, it’s impressive how versatile and free-spirited people are in Copenhagen. It has also changed my view on cities I lived in, like Munich. Vienna is a great city where it’s worth to live in; if you should ever fancy moving to Austria, move there! Salzburg on the other hand is a pretty dozy place, with expensive living, a less than okay attitude to dogs and kind of an idyll you’d see on every postcard from Austria there is, which can be nerve-wracking at times. But if you’re a tourist, Salzburg will be dream-like for you, if you’re not on a budget. The people here are lively and sincere, but even so, it’s not the best party place. Even Munich has better parties to offer, and we don’t even have to talk about Vienna, because partying is so easy there, whether it’s private or not. Maybe some people would want to intervene now, „you haven’t seen all the cities in europe, so how can you judge so easily?“ – well, you did your homework, good for you, you can go back to your seat now, well done! It’s not about statistics here obviously, but about emotional depth and perception, and to clarify this even more, this is my opinion. But…. I want to encourage you to really experience Copenhagen, or any other city you visit. It’s tempting and easy to just go sightseeing but on the other hand you might miss what’s best about that place.

Free is the word that describes best what Copenhagen was for me. Sure, the commune Christiania might be part of that but all in all the mood was very positive and alternative. Beautiful people who make good music and clothe well. You should know though, that the danes are not the most polite people you’ll meet. They will help and they’ll talk to you, but unless they drink, they keep mostly to themselves. Everybody speaks better english than you and me and bikes are as common as cars in other countries. Oh those Scandinavians! If you’re interested, take a look at those crazy Christiania Bikes, which make it possible to transport everything you can think of through this bike-friendly city. I have never seen so many laughing, puking and screaming people in the open, than I have there, due to Heineken beer. (I’m sure this would not be the case with Jacobsen, ha!)

Fortunately there’s tons of info material about cities like Copenhagen. I got mine from various sites and I strongly recommend to do research before you visit a city, to really get every info you need. It’s not about sticking to a plan when you’re there, but to have all the possibilities at hand. For this, nothing beats looking up VICE, they have really good articles about many cities in europe. Also I recommend looking up restaurants if you don’t want to spend all your money on food or want to get the best for your moneys worth. As I said, it’s not about spontaneity, it’s about knowing your stuff. When I searched I got various hints through different pages. For beer drinking and atmosphere VICE recommended FLOSS, an alternative beer bar with a metal/rock atmosphere. I found RizRaz, a good veggie restaurant through Tripadvisor and somewhere I saw an announcement for the Musikdagen, a one day festival at the shore around Copenhagen. Even if my visit doesn’t come close to what VICE people experience, Copenhagen made a deep impact and I certainly felt that everything is possible there. After all I got the first sunburn of the year, because Salzburg was flooded with rain. Could you imagine? A sunburn from the Scandinavian sun?

And for those who are interested not in words, but in pictures, watch out, there’s a bunch of them coming very soon!

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9 Gedanken zu “Copenhagen – the best city in the world?

  1. elektronische musik ist nicht so meins, sonst hört es sich aber wunderbar an. ich will schon ewig mal nach kopenhagen, aber da es nicht so eins DER großen ziele ist, gibt es weniger flugangebote als in andere städte und es hat sich noch nicht ergeben. steht aber auf jeden fall auf meiner liste der kleineren must-sees.
    ich finde auch, dass es für ein gefühl keine statistische erhebung braucht und ich kenne die begeisterung, die orte hinterlassen können. ich habe das auch oft. obwohl ich mir trotzdem denke, wenn man nur ein paar tage da ist, setzen städte oft ihr feiertagsgesicht auf und man lernt negative seiten einer stadt vielleicht auch erst nach und nach kennen.

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    1. was hörst du denn gern? ich komme ja auch aus anderen bereichen, bin aber mit elektro eine recht gute beziehung eingegangen. es hebt die laune nämlich manchmal ganz schön. 😀 Schön, wenn dir das Video gefällt, das freut mich sehr. Du kennst es bestimmt, ebookers.at, dort hab ich meinen flug auch gebucht. allerdings hatte ich auch eine nächtigungsmöglichkeit bei einem freund, das hilft schon ungemein. ja, da geb ich dir recht, ich war von dem flair, von der andersartigkeit einfach zu geplättet und die zeit dort viel zu kurz um die stadt „fair“ beurteilen zu können. ich habe auch gesehen, wie unterschiedlich die stadt bewertet wird, ein tourist mag jenes, welches vom anderen kritisiert wird. ganz deutlich zu spüren am beispiel christiania.

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      1. ich komme so ein bisschen aus der indie/folk/rock/punk richtung und deutsche/österreichische musik mag ich zum teil auch sehr gern. ist sehr breit gefächert, aber elektro macht mich total unrund, was blöd ist, weil ganz wien irgendwie „elektrifiziert“ ist :/

        das stimmt. es macht auch viel aus, welche begegnungen man hat, wie man die stadt kennenlernt, manchmal sogar wie das wetter ist 🙂

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      2. ahso! rock und punk, damit kann ich auch, indie zum teil auch sehr gern. stimmt, mittlerweile nimmt es schon ein bisschen überhand, ich bin immer dafür, in einer stadt sollte alles ein bisschen vertreten sein 🙂

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      3. Aber vielleicht kommt das ja wieder? Wenn der Electro-Storm abflacht 😉 Es kommt ja alles wieder, in Zyklen. Sogar Bärte! Also, die Hoffnung stirbt zuletzt XD

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